Das Ruppiner Seenland ist ein Paradies für Freizeitkapitäne.

Familien-Abenteuer-Tour

Mit dem barrierefreien Hausboot die Brandenburgische Seenplatte erkunden

Urlaub auf dem Boot, und zwar für alle! Mit dem barrierefreien Febomobil von Kuhnle-Tours kann die ganze Familie mit einem Angehörigen im Rollstuhl gemeinsam auf große Fahrt gehen und viel Spaß haben. Der Tourismusverband Ruppiner Seenland hat eine Acht-Tages-Tour entwickelt, die Familien mit Kindern unterwegs viele barrierefreie Erlebnisse bietet – von A wie angeln, über baden, Draisine fahren, eigene Schokolade kreieren bis Z wie der Ziegeleipark-Besuch. Und das Beste ist: Freizeitkapitäne benötigen keinen Bootsführerschein, eine Einweisung reicht. Auch Rollstuhlfahrer können das Hausboot lenken, denn das Steuerrad ist unterfahrbar. Also – auf zur Abenteuer-Tour!

1. Tag: Zehdenick

Das barrierefreie Hausboot von Kuhnle-Tours lässt sich ohne Bootsführerschein fahren.

Das barrierefreie Hausboot von Kuhnle-Tours lässt sich ohne Bootsführerschein fahren. © Kuhnle-Tours

Gegen 15 Uhr wird’s spannend, denn endlich geht es aufs Hausboot! Jetzt können alle in Ruhe testen, wie viel Platz das Febomobil bietet und die Sachen verstauen. Sacht schaukelt das Boot alle in den Schlaf.

2. Tag: von Zehdenick nach Mildenberg

Der Ziegeleipark Mildenberg ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Der Ziegeleipark Mildenberg ist für Rollstuhlfahrer zugänglich. © Tourismusverband Ruppiner Seenland e.V.

Leinen los und ab geht’s ein Stück die Havel entlang Richtung Norden nach Mildenberg. Hier muss das erste Mal geschleust werden – wie aufregend! Vier kräftige Arme werden gebraucht, um die Taue zu halten und das Boot in die richtige Lage zu bringen. In Mildenberg zeigt sich die Havel mit ihren Nebenarmen und den Tonstichen von ihrer schönsten Seite, urwüchsig und wild-romantisch. An der barrierefreien Marina „Alter Hafen“ gehen alle von Bord, um den Ziegeleipark mit seinen Attraktionen zu erobern: die Parkbahnen, Spielplätze, alte Technik, Streichelzoo, Mitmach-Angebote … – fast zu viel für einen Tag!

3. Tag: von Mildenberg nach Fürstenberg/Havel

Rollstuhlfahrer können das barrierefreie Hausboot dank unterfahrbarem Steuerstand selbst lenken.

Rollstuhlfahrer können das barrierefreie Hausboot dank unterfahrbarem Steuerstand selbst lenken. © Timo Hermann, Mobilista

Jetzt wird Fahrt gemacht, denn das rund 35 Kilometer entfernte Fürstenberg/Havel ist Tagesziel. Gleich vier Schleusen liegen an der Strecke. An der barrierefreien Marina Fürstenberg in Ravensbrück kann das Febomobil anlegen. Hier berichtet die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück von einem düsteren Kapitel deutscher Geschichte. Dichter dran am Fürstenberger Zentrum ist der Stadtanleger des Yachtclubs, der einen Schwimmsteg hat. Stadtentdecker bummeln durch die einzige Wasserstadt Deutschlands, schlecken Eis und staunen über die Wasserskulptur auf dem Marktplatz. Von Fürstenberg/Havel startet auch die Fahrrad-Draisine für bis zu vier Leute auf einer stillgelegten Bahnstrecke ins 12 Kilometer entfernte Hohenlychen. Es gibt auch eine Draisine für Rollstuhlnutzer, die zwischen den beiden Fahrradsitzen Platz finden und mittels Handantrieb die Radler kräftig unterstützen.

4. Tag: von Fürstenberg/Havel nach Lychen

Das barrierefreie Hausboot bietet genügend Platz für alle.

Das barrierefreie Hausboot bietet genügend Platz für alle. © Timo Hermann, Mobilista

Die Bootspassage auf der Woblitz, einem kleinen, naturbelassenen Fluss, ist wie eine Fahrt durch den Grünen Canyon – dichte Büsche und Bäume säumen die Ufer und tunken hier und da ihre Äste mystisch ins Wasser. Der barrierefreie Stadtanleger in Lychen lädt ein zum Rundgang durch die Flößerstadt. Das Flößereimuseum berichtet von einer Zeit, als Lychener dicke Baumstämme – damals ein wichtiges Baumaterial – auf der Havel bis nach Berlin transportierten. Lychen hat auch einen barrierefreien Vier-Kilometer-Rundweg am „Malerwinkel“, der malerische Sichten auf die Seen freigibt.

5. Tag: von Lychen nach Himmelpfort

Traumhafte Sonnenuntergänge genießt man auf dem Hausboot auf der Havel.

Traumhafte Sonnenuntergänge genießt man auf dem Hausboot auf der Havel. © Timo Hermann, Mobilista

Mit dem Hausboot geht es heute direkt zum Weihnachtsmann! Weihnachtsmann? Ja, der Mann mit dem weißen Rauschebart wohnt – wo sonst! – in Himmelpfort. Vom Bootshaus Stolpsee mit seinem Schwimmsteg führt der Weg zur Klosterruine Himmelpfort und zum Weihnachtshaus mit einer kleinen Ausstellung. Jedes Jahr zu Weihnachten schicken tausende Kinder auf der ganzen Welt ihre Wünsche hierher. Schöne Ausflugsziele sind auch der Kloster-Kräutergarten und die Chocolaterie. Hier können Kids miterleben, wie köstliche Schokolade gemacht wird und sogar ihre eigene Schoko-Pizza kreieren.

6. Tag: von Himmelpfort nach Mildenberg

Und wieder wird kräftig geschleust – mittlerweile sind alle wahre Schleusenmeister! Der Tag auf dem Boot vergeht mit Spielen wie im Fluge.

7. Tag: von Mildenberg nach Zehdenick

Das barrierefreie Hausboot legt an der Marina "Alter Hafen" am Ziegeleipark Mildenberg an.

Das barrierefreie Hausboot legt an der Marina "Alter Hafen" am Ziegeleipark Mildenberg an. © Timo Hermann, Mobilista

Nun ist noch einmal Zeit für den Ziegeleipark Mildenberg, um all das zu tun, was beim ersten Besuch nicht geschafft wurde oder was besonderen Spaß gemacht hat – einen eigenen Ziegel zu streichen beispielsweise oder auf Schatzsuche zu gehen. Am Abend schippert das Boot zurück nach Zehdenick. Noch einmal schlafen auf dem Febomobil und die besondere, maritime Atmosphäre genießen, und schon geht eine erlebnisreiche Ferienwoche mit der Familie zu Ende.

8. Tag: Zehdenick

Nun endet die Tour – gegen 8 Uhr morgens wird das Hausboot übergeben. Und dann gibt's so viel zu erzählen!

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